Wissenswertes

Was ist Kunstharz?

An dieser Stelle möchte ich gar nicht zu schlau "daherreden" oder Begriffe benutzen, die man als Laie nicht versteht.

Kunstharze (industriell hergestellt) bestehen in der Regel aus mindestens zwei Komponenten. Die Vermischung beider Teile (Harz und Härter) ergibt die reaktionsfähige Harzmasse. Bei der Härtung steigt die Viskosität an, und nach abgeschlossener Härtung erhält man einen unschmelzbaren (duroplastischen) Kunststoff.

Es gibt viele verschiedene Harze. Die einen sind eher flüssig und man hat recht lang Zeit, damit zu arbeiten, bevor sie beginnen auszuhärten. Andere besitzen eine Konsistenz, die flüssigem Honig ähnelt. Jeder "Harz-Künstler" hat andere Vorlieben. Ich arbeite derzeit mit 10 verschiedenen Harzen. Jedes hat für bestimmte Arbeitsschritte seine Vorteile. Bis man aber einmal dahinter kommt, welches Harz für welchen Arbeitsschritt am besten zu einem passt, braucht es viel Zeit und auch Durchhaltevermögen. Es ist ein richtiges Handwerk!

Bei der Arbeit mit Kunstharz ist es sehr wichtig, sich mit Handschuhen und einer professionellen Atemschutzmaske zu schützen. In flüssigem Zustand und während der Aushärtungszeit ist das Harz gesundheitsschädlich.

Jedoch ist es nach dem kompletten Aushärten völlig unbedenklich!

 

Warum der Name KUNSTbrandWERK?

Kunstbrandwerk verbindet man jetzt nicht direkt mit filigranem Blütenschmuck, oder? :-)

Bevor ich vor 5 Jahren mein kleines Gewerbe angemeldet habe, machte ich mir ziemlich lang Gedanken über den "perfekten Firmennamen". Mir war es vor Allem wichtig, ihn nicht wieder wechseln zu wollen.

Der mittlere Teil meines Firmennamens "brand" ist mein Mädchenname. Nun bin ich verheiratet und trage den Namen meines Mannes. Ich habe also meinen damaligen Nachnamen zwischen die Worte Kunst und Werk gesteckt.

KUNSTbrandWERK war geboren :-)

 

Was macht meine Arbeit nachhaltig?

Nunja. Das Hauptmaterial, mit welchem ich arbeite, ist ein Kunststoff. Plump gesagt Plastik. Daran gibt es leider nichts zu rütteln. Und ich liebe dieses Material nunmal.

ABER. Ich gebe mir sehr viel Mühe bei den Dingen, die ich beeinflussen KANN. Angefangen bei meiner Arbeitsweise. Ich lege sehr viel Wert darauf, so viele Dinge wie möglich wieder zu verwenden. Sei es der Joghurtbecher, der nicht in den Müll fliegt, sondern ausgewaschen in meiner Werkstatt landet. Solche Becher verwende ich zum Anrühren von Silikon, für meine eigenen Silikonformen (da kommt das Harz rein). Beim Anrühren von Harz verwende ich ausschließlich Silikonbecher, die sind natürlich auch wieder verwendbar.

Bei meinen Verpackungen, die an meine Kunden verschickt werden, verwende ich so wenig Plastik wie möglich! Eingewickelt wird in Papier, verschickt in recycelten Pappschachteln. Meine Schmuckverpackungen und Beutel stammen aus einer ökologischen Herstellung, die Baumwolle aus fairem Handel.

Alle Naturmaterialien wie Blumen, Farne, Moose, Pilze und Muscheln sammle ich selbst. Hier achte ich darauf, dass ich nicht die komplette Wiese leer ernte oder den Pflanzen die Blüten und Knospen "mopse". Alles passiert in einem gesunden Maß, schließlich biete ich keine Massenware an, sondern sehr individuellen Schmuck und Erinnerungsstücke! Sollte also meine beliebte Gänseblümchenkette ausverkauft sein, gibt es erst Nachschub, wenn das Blümchen wieder ausreichend in der Natur "zur Verfügung" steht.

Und so gibt es viele Bereiche in meiner täglichen Arbeit, in denen es mir unheimlich wichtig ist, nicht nur zu nehmen ohne nachzudenken. Ich möchte gern auch etwas zurückgeben an unsere Natur und Vorbild sein, für meine beiden Töchter. 

 

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